Weihnachtsmarkt unter Corona

2G/3G-Regelung, aber was ist mit der Terrorprävention?

Weihnachtsmarkt unter Corona. 2G/3G-Regelung, aber was ist mit der Terrorprävention?

Die Vorbereitungen laufen und trotz der hohen Inzidenzzahlen werden bundesweit viele Weihnachtsmärkte ihre Türen und Geschäfte öffnen. Die Verantwortlichen werden ein Höchstmaß an Arbeit und Aufwand in die Hygiene- und Corona-Sicherheitskonzepte legen. Die Anforderungen für Genehmigungen und Umsetzungen der Weihnachtsmärkte werden sehr hoch gesteckt sein.


Ungeachtet der Rechtmäßigkeit und der Zweifel an dieser Anordnung, gibt es in Hamburg den ersten Weihnachtsmarkt, welcher eine Trennung zwischen 2G und 3G vorsieht. Andere winterliche Märkte werden diesem Beispiel sicherlich folgen.


Nun stellen sich jedoch einige Fragen. Nach dem am 19.12.2016 erfolgen Anschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin wurden in den letzten Jahren die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz gegen solche Angriffe verschärft und hochgefahren. Die Polizei, wie auch viele private Sicherheitsdienste werden Märkte und Veranstaltungen mit hohem Personalaufwand begleiten.

  • Aber können die Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere die baulichen und logistischen Planungen, so umgesetzt werden wie in den Jahren zuvor?

  • Stehen sich möglicher Weise Terrorprävention und Coronaregelungen gegenseitig im Weg?

  • Haben die Verantwortlichen neben den Coronamaßnahmen dieses Jahr überhaupt an eine Terrorprävention gedacht oder bleibt diese eher unberücksichtigt?

Gerade die Vorweihnachtszeit, mit der trotz Corona deutlich erhöhten Anzahl von Menschen in den Innenstädten, bietet Angreifern die optimalen Voraussetzungen, um gezielt Anschläge verüben und Menschen töten zu können.


Wenn man über diese Szenarien philosophiert, dann ist dies immer eine abstrakte Gefahr. Niemand kann sich vorstellen, dass gerade in seiner Heimatstadt so ein Ereignis stattfinden könnte, aber Prävention in der Sicherheit bedeutet, dass man sich auf den WorstCase vorbereitet, egal wie unwahrscheinlich ein Eintritt sein kann; alles andere würde ein Versagen bedeuten.


Datenquelle: focus.de/panorama

Bildnachweis: Pixabay.com/Dar1930

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