Mein Auto hat Corona

Lustiger, satirischer Tweet auf Twitter, welcher nicht zu Ende gedacht wurde.

Satirischer Tweet "Mein Auto hat Corona" - jedoch nicht zu Ende gedacht.

Am 18.01.2022 twitterte "Dr. Julia" auf Twitter die Geschichte "Mein Auto hat Corona". Selbst Christian Drosten nutzt die Gelegenheit und äußerte sich dazu. Selbstverständlich haben es dieser Tweet und viele Kommentare darauf abgezielt, das Impfen zu unterstützen und die Impfgegner ein wenig ins "Lächerliche" zu ziehen. Das ist völlig o.k., Satire darf das.


Dies alles mag ja lustig anmuten, ist jedoch nicht wirklich durchdacht, denn wenn man einen Vergleich zwischen der Gefährdung durch ein Corona-Virus und einer Gefährdung durch eine nicht funktionsfähige Bremse ziehen möchte, dann muss auch noch etwas anderes berücksichtigen - bitte vorab den Tweet lesen, damit der Zusammenhang klar wird:



Was sollte nun noch berücksichtigt werden?

  • Was wäre, sollte der TÜV sagen, dass der Schlauch durch die Bremsflüssigkeit schnell wieder porös werden, und nicht mehr so lange wie früher halten würde, sondern bereits nach einem Jahr wieder gewechselt werden muss?

  • Was wäre, wenn der deutsche TÜV sagen würde, der zukünftige Schlauchwechsel müsste, nachdem man zuvor eine Laufzeit von einem Jahr beschlossen hatte, nun bereits nach drei Monaten erfolgen, während man in Österreich den Schlauch nur nach 6 Monaten, und in der Schweiz den Schlauch nach 12 Monaten wechseln müsste?

  • Was wäre, wenn der Leiter des TÜV zwar Erfahrungen in Zusammenhang mit der Technik von Zügen, nicht jedoch von Autos hätte - und sich ein Wissen hierzu nicht über die Praxis, sondern über die Theorie zusätzlich angeeignet hätte?

  • Was wäre, wenn der TÜV, welcher die kurzen Schlauchwechsel überprüft und befürwortet, Gelder von denjenigen bekommen würde, welche für die Anordnung dieser Verfahrensweise zuständig wären?

  • Was wäre, wenn die Hersteller und Entwickler der Bremsschläuche, der Bremsflüssigkeit, sowie die Vertreter der Werkstätten, welche den Austausch vollziehen würden, als Lobbyisten Meinungen und mitunter Gelder an diejenigen herantragen würden, welche die Anordnung erlassen würden?

  • Was wäre, wenn die Praktiker, die Kfz-Meister und die TÜV-Prüfer vor Ort bei der Begutachtung der Schläuche feststellen würden, dass ein Austausch weder notwendig, noch überhaupt Verhältnismäßig wäre?

  • Was wäre, wenn derjenige, welcher über allem thront und hierfür die Verantwortung trägt jemand ist, dessen Glaubwürdigkeit und Auftreten nicht nur fragwürdig ist, sondern bei dem viele Menschen einen Beleg für dessen "Zurechnungsfähigkeit" fordern würden?


Ja natürlich war der Tweet als Humor und Satire lustig gemeint. Aber wenn man eine so schwerwiegende Thematik aufgreift und comedymäßig aufarbeitet, dann sollte auch dies nicht unbedingt einseitig erfolgen.


 

Datenquelle1: Twitter (Dr. Julia)

Datenquelle2: Twitter (Christian Drosten)

Bildnachweis: Pixabay.com/McRonny

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