Intensivbetten - selbst die Notfallreserve ist ein Fake

Das völlige Versagen im Spahn-Ministerium: Notfallbetten werden nur auf dem Papier geführt.

Intensivbetten - selbst die Notfallreserve ist ein Fake

Was ist eigentlich in dem Gesundheitsministerium und RKI los? Während Spahn, Wieler, sowie andere hochbezahlte Politiker, Wissenschaftler, Beamte und angeschlossene Medien werden nicht müde daran, vor einer dritten und jetzt einer vierten Infektionswelle zu warnen.


Unter normalen Umständen sollte man davon ausgehen, dass bei den vermeintlichen Spitzen der politischen und wissenschaftlichen Führung nicht nur alle Zahlenwerke zusammenlaufen würden, sondern dass sie neben möglichen Szenarien und Prognosen auch Ablauf- und Reaktionspläne entwickeln, um in jeder Situation einer sich veränderten Krise drauf einwirken zu können.


Eine solche WorstCase-Planung ist unumgänglich, um auch die Prävention fortlaufend anpassen zu können. Es gibt nichts schlimmeres in einer Krise oder einer Sofort- oder Zeitlage, wenn man die Handlungsfähigkeit verliert und nur noch reagieren, jedoch nicht mehr geplant agieren kann.


Wie kann es dann sein, dass man nicht nur die Intensivbetten seit Jahresbeginn um knapp 5.700 Betten abgebaut hat (5.698 Intensivbetten weniger als vor einem Jahr), sondern dann auch noch eine Notfallreserve führt, welche faktisch überhaupt nicht existent ist?


Bis zu 10 Prozent weniger Intensivkräfte als vor einem Jahr


Laut DIVI gibt es eine Notfallreserve von ca. 10.000 Betten, welche innerhalb von sieben Tagen einsatzbereit gemacht werden könnten, was jedoch leider nur der Theorie entspricht. Fakt ist, dass diese Betten zwar in den Krankenhäusern und Kliniken vorgehalten werden, jedoch dass das entsprechende Personal zum Betrieb der Betten fehlt. Eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts ergab bei 72 Prozent der befragten Krankenhäuser, dass sie bis zu 10 Prozent weniger Intensivkräfte zur Verfügung haben, als vor einem Jahr.


Was haben also Spahn und seine Berater in den letzten Monaten gemacht?

Sie wussten, dass die Infektionszahlen zum Herbst deutlich steigen würden.

Sie wussten, dass die tatsächlich vorhandenen Intensivplätze deutlich weniger geworden sind.

Sie wussten, dass ein Personalmangel besteht bzw. Personal überbelastet gewesen ist.

Sie wussten, dass dies alles selbst bei einer günstigen Entwicklung zu Problemen führen müsste.


Und was haben sie getan? Offensichtlich genau das, was wir in 16 Jahren Merkel gewohnt sind. In völliger Selbstüberschätzung haben Sie es versucht auszusitzen nach dem Motto: "Es ist zwar alles schlimm, aber wir haben es im Griff, wenn sich alle impfen lassen." Die Schuldzuweisungen gehen jetzt nämlich zu Lasten der Ungeimpften, was aber faktisch falsch ist, denn auf den Intensivstationen werden sich zunehmen Geimpfte einfinden.



In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der Begriff "IMPFUNG" ebenfalls falsch ist. Das Ziel einer Impfung ist laut Definition der Schutz vor einer Krankheit. Das Ziel der "Corona-Impfung" ist jedoch nicht (mehr), vor der Ansteckung mit einer Infektionskrankheit zu schützen, sondern einen möglichst schweren Verlauf der Krankheit zu vermeiden bzw. diesen zu mildern. Demzufolge kann es sich um keine Impfung mehr handeln, da einkalkuliert wird, und die Praxis beweist es ja auch, dass die Impfstoffe nicht vor Corona selbst schützen.



Welche Maßnahmen müssen schnellstmöglich getroffen werden?


Wenn man in den sozialen Medien darüber berichtet, dass die Intensivbetten deutliche abgebaut wurden kommt schon die Frage oder sogar der Vorwurf auf: "was soll man denn machen, mach doch selber einen Vorschlag".


Zuallererst sollten sich der vorgenannte Personenkreis diese Frage stellen und sich mit einer Lösung beschäftigen, denn das ist deren Aufgabe und dafür werden sie bezahlt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass von eben solchen Führungspersonen oft nur heiße Luft kommt und dann andere Personen aus der Praxis heraus die Initiative ergreifen (müssen), um überhaupt etwas sinnvolles bewegen zu können (Beispiel: die vielen freiwilligen Helfer im Ahrtal).


Aus Sicht der Praxis (ohne medizinischen Bezug) wäre folgendes überlegenswert:

  • Finanzielle und logistische Anreize für diejenigen, welche bereits gegangen sind.

  • Reaktivierung von Altersrentnern und normalen Rentnern.

  • Verkürzte, gestraffte Fortbildung - überwiegend Praxis, zum schnellen Einsatz vor Ort.

  • Umschulung für Interessierte, verkürzt, gestrafft, zielorientiert für die Praxis.

  • Einsatz und Kurzlehrgang für Mediziner und Sanis von Bundeswehr, Polizei etc.

  • (Verpflichtender) Einsatz von Medizinstudenten!!!

Dies sind nur Gedankengänge aus Sicht der Logik und Logistik. Ob und wie dies im medizinischen Bereich tatsächlich umgesetzt werden könnte, kann nicht beurteilt werden, aber vielleicht sollte man nicht nur auf die Propagandisten hören, welche seit Monaten an ihrer Präsenz in den Medien arbeiten, sondern auf die Praktiker, welchen man bisher nicht zuhören wollte.


Wir befinden uns in einer epidemischen Notlage, was so gravierend ist, dass sogar Grundrechte eingeschränkt wurden. Wenn eine solche Notlage tatsächlich besteht, dann haben wir keine Zeit mehr zu verlieren und dann muss man völlige neue und unorthodoxe Wege beschreiten. Man kann keine Aus- oder Weiterbildung nach dem typisch deutschen Theoriemuster ablaufen lassen, im Gegenteil. Es muss direkt eine Ausbildung für die Praxis vor Ort erfolgen.


Bei einer solchen Notlage müssen alle nur erdenklichen Maßnahmen getroffen werden, um Menschenleben zu schützen und zu retten. Wir haben in Deutschland gut 100.000 Medizinstudenten. Was würde dagegen sprechen einen Teil von ihnen, im Rahmen eines neuen Studienteils dazu zu bewegen/verpflichten, an einer pflegerische Fortbildung teilzunehmen, um anschließend für einen befristeten Zeitraum unterstützen zu können? Wenn dies in welcher Form auch immer auf das Studium angerechnet und auch bezahlt werden würde, ließen sich bestimmt kurzfristig genügend Freiwillige finden, welche an diesem Programm teilnehmen würden.



Update (17.11.2021 - 23:55 Uhr)


Auch RKI-Chef Wieler wirft der Politik Handlungsunfähigkeit und Versagen vor:

https://focus.de/24437476


Persönliches Update (17.11.2021 - 18:00 Uhr)


Nach Veröffentlichung dieses Beitrages konnte ich unterschiedliche Meinungen und Diskussionen, insbesondere bei Facebook nachlesen. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen spezialisierte Kräfte aus dem Boden stampfen, aber man kann krisenorientiert eine Einweisung durchführen. Wenn Menschen mit medizinischen bzw. klinischen Kenntnissen direkt für die Tätigkeiten geschult werden, dann sollte man es in einer "absehbaren" Zeit hinbekommen. Man benötigt nicht die 45-50 Wochen, welche die übliche Aus- bzw. Fortbildungszeit für einen Intensivpfleger sind. Wir befinden uns in einer Krise, welche durchaus noch ganz anders eskalieren kann. Wenn jemand auf dem Schlachtfeld von einer Kugel getroffen wird, dann ist es ihm und jedem anderen völlig egal, ob man eine sterile Wundversorgung durchführt und einen Rautenverband anlegt. Es muss etwas getan werden, egal wie.


Bei den Kommentaren war auch zu lesen: "endlich mal jemand mit Vorschlägen". Ich habe keine Ahnung, ob auch nur einer dieser Vorschläge brauchbar ist, aber zwei Dinge haben unser Land einst stark gemacht: zum einen haben wir früher, im Sinne von Art. 33 GG, nur diejenigen in gehobene und höhere Positionen gebracht, welche geeignet, befähigt und leistungsorientiert gewesen sind. Was für Personen haben jetzt in den Führungen von Politik und Behörden das Sagen - das hat nicht unbedingt mit viel Kompetenz zu tun?


Der zweite Punkt war, dass wir uns bei Problemen mit allen Praktikern hingesetzt, und niemanden ausgeschlossen haben. Jede Meinung, jede Idee, jeder Gedanke war wichtig, egal wie abstrus er möglicher Weise angemutet hat. Aber selbst bei einer nicht praktikablen Idee, so sie denn angesprochen wurde, kamen die anderen Beteiligten zu ganz neuen Überlegungen und letztendlich auch zu einem Ergebnis.


Brainstorming, und heute? Man umgibt sich mit denjenigen, welche die gleiche Meinung vertreten und möglichst keine Widerworte von sich geben, da sie ja um ihre eigene Karriere besorgt sind. Was ist mit den kritischen Medizinern und Wissenschaftlern geschehen, welche sich nicht systemkonform geäußert haben? Im besten Fall wurden sie nur "mundtot" gemacht, andere verloren ihr Ansehen, andere verloren ihre Existenz.


Was ist aus unserem Land geworden? Wir brauchen Menschen die anpacken und nicht zuvor Juristen, Behörden oder ihren Guru konsultieren. Das was hier abläuft ist vergleichbar, wenn jemand in einen Fluss gefallen und am ertrinken ist, man zwar den Rettungsring schon in der Hand hält, aber erst noch das Handbuch durchlesen muss, damit alles auch rechtskonform und nach DIN abläuft. Schmeißt doch einfach den verdammten Ring ...


Datenquelle1: BILD.de Datenquelle2: Berliner-Zeitung.de

Datenquelle3: Wikipedia/Impfung

Bildnachweis: Pixabay.com/sasint


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