Antisemitismus - eine Pest, die nicht zu stoppen ist

Laut BKA werden täglich sechs antisemitische Straftaten registriert (Dunkelziffer unbekannt).

ANTISEMITISMUS - eine Pest, die nicht zu stoppen ist.

Nachdem am 18.10.2021 ein 60jähriger, welcher an einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in der Hamburger Innenstadt teilgenommen hatte zuerst beleidigt, und dann brutal im Gesicht verletzt worden war, wurde ein paar Tage später ein 16jähriger als Tatverdächtiger festgenommen. Eben dieser Tatverdächtige wurde von den Medien als "Deutscher" bezeichnet obwohl er, wie auch sein 14jähriger Bruder, welcher als Mittäter an dem Übergriff beteiligt gewesen war, aus einem ganz anderen Kulturkreis stammen.


Als Ende Oktober ein 36jähriger in Berlin von drei Tätern lebensgefährlich verletzt wurde, weil er deren aggressiven Forderung "Free Palestine" (Freiheit für Palästina) zu rufen nicht nachgekommen war, schwappte wiederholt nur eine kurze Empörung durch die Medien.


Die Zahlen des BKA zum Antisemitismus


Laut BKA sind im laufenden Jahr bereits 1.850 antisemitische Straftaten zu verzeichnen gewesen. Im gesamten Jahr 2019 waren es noch 2.032 gewesen, während es 2020 zu einer deutlichen Steigerung mit 2.351 gemeldeten Straftaten gekommen ist. In diesem Zusammenhang wird gemutmaßt, dass nur jede fünfte Gewalttat überhaupt angezeigt wird und es wird darauf verwiesen, dass der Hass aus mehreren Richtungen kommen würde.


Bei der aktuellen Entwicklung, welche auch aus dem Grunde zusätzlich besorgniserregend ist, da infolge der Corona-Beschränkungen in den letzten Monaten weniger Menschen auf den Straßen gewesen sind, muss bei den Straftaten in diesem Jahr mit einem neuen, unrühmlichen Höchststand gerechnet werden.


Wie hoch die tatsächliche Anzahl der Delikte ist und wie groß das Dunkelfeld hierbei einkalkuliert werden muss, kann nicht gesagt werden. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), welche hierzu als Vergleich herangezogen werden kann, listet aus unterschiedlichen Gründen nur einen Bruchteil der Straftaten auf, welche tatsächlich begangen werden.


Wer sind die Täter?


Das es sich bei dem Antisemitismus um eine Pest handelt, welche nicht zu stoppen ist, sich sogar weiter auszubreiten droht, dürfte inzwischen jedem klar geworden sein. Das Deutschland im Rahmen der internationalen Politik sich mehrfach gegen Israel ausgesprochen hat und in unterschiedlichen Bereichen mit dem Erzfeind Iran kollaboriert, ist eine unverständliche Sache. Das sich jedoch Menschen jüdischen Glaubens nicht mehr frei auf unseren Straßen bewegen können, so sie denn freisichtbar Glaubensinsignien tragen, ist in keiner Weise zu tolerieren.


Während immer wieder, auch von führenden Vertretern der jüdischen Gemeinden darüber gesprochen wird, dass Angriffe auf Juden durch politisch rechtsorientierte Täter erfolgen würden, was sicherlich in Teilen seine Berechtigung hat, so werden allzu oft die Haupttäter verschwiegen.


Um wen es sich dabei handelt, lässt sich auch für diejenigen nachvollziehen, welche immer nur Gefahren von Rechts wahrzunehmen glauben. Solchen Personen kann man nur den Rat geben, dass sie sich eine Kippa aufsetzen, und damit einmal durch Berlin oder andere größere Innenstädte gehen sollten. Dann werden eben diese toleranzbetrunkenen Wahrheitsverleugner an der eigenen Person erleben, was viele Menschen jüdischen Glaubens tagtäglich erdulden müssen, denn offensichtlich scheint eine gelebte Glaubensfreiheit nur für Angehörige des Islams zu gelten, was neben den Juden auch die Christen in unserem Land zu spüren bekommen.


Aktuell wird von mehreren Medien über den Anstieg der Antisemitismuszahlen des BKA berichtet. Wenn man diese Artikel aufmerksam liest kommt man zu dem Schluss, dass die Texte merkwürdig neutral abgefasst sind. Sollte der Begriff "Rechts" überhaupt auftauchen, dann ist dies jedoch weniger prägnant, als es noch vor einigen Monaten/Jahren gewesen ist. Auf der anderen Seite werden weder die Lehren des Islams, noch islamistische Täter benannt. Man versucht inzwischen auch den Begriff "Deutsche" zu vermeiden, da selbst den größten Migrationsanbetern und Leugnern der Ausländerkriminalität klar geworden sein muss, dass die Bevölkerung dem Begriff "deutsch", welcher in Zusammenhang mit besonderen Delikten oder Waffen, wie z.B. Messern oder einer besonderen Tatausführung gebracht wird, keinen Glauben mehr schenkt.


Ein Beitrag der FAZ (18.06.2021) ist "irgendwie" in der öffentlichen Wahrnehmung untergangen. Unter dem Leitsatz "Das Bundeskriminalamt hat ungeklärte antisemitische Taten bisher als rechtsextremistisch gezählt. Es ist gut, dass das nun geändert wird." wird darauf eingegangen, dass die Statistikzahlen, auf welche sich Politiker, Journalisten, Kirchenvertreter u.a. stützen, wenn sie gegen die vermeintlichen "rechten Täter" opponieren, bisher falsch gewertet wurden.


Es ist nicht zu ertragen das Menschen in unserem Land, gleich welchen Glaubens sie anhängen, sich nicht frei dazu bekennen können, ohne dafür auf offener Straße beleidigt oder angegriffen zu werden. Besonders schlimm ist jedoch der Umstand zu werten, dass diejenigen, welche andere allzu gerne mit ihrer Toleranz belehren oder über "deren Schuld" aufklären wollen, nicht nur häufig die Untolerantesten überhaupt sind, sondern sich mit Personen solidarisieren und gemein machen, welche "Hamas, Hamas, Juden-ins-Gas" rufen.



Anmerkung der Redaktion: wir werden hier demnächst ausführlich über die PKS, sowie über eine interessante Verzerrung von Delikten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität (PMK), zwischen den Fallgruppen RECHTS und LINKS, berichten.


Datenquelle1: Jüdische Allgemeine - Nach antisemitischem Angriff: 16-Jähriger unter Tatverdacht Datenquelle2: Berliner Zeitung/Berliner lebensgefährlich verletzt, weil er nicht „Free Palestine“ rufen wollte Datenquelle3: Welt.de/Jeden Tag werden sechs antisemitische Straftaten registriert
Datenquelle4: Jüdische Allgemeine - Auch Deutschland verurteilt Israel
Datenquelle5: FAZ/Zweifelhafte Polizeistatistik
Bildnachweis: Pixabay.com/Ri_Ya
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