5.698 Intensivbetten weniger als vor einem Jahr

Aktuelle Zahlen des DIVI Intensivregisters belegen einen Bettenabbau seit Dezember 2020.


Tägliche Horrorzahlen erschüttern den digitalen und tatsächlichen Blätterwald der Medien. Selbsternannte Gesundheitsexperten und treten vor Kameras oder platzieren sich in sozialen Netzwerken und propagieren eine Endzeitstimmung. Politiker aller Couleur nehmen Begriffe wie Impfzwang und einen möglichen neuen Lockdown in den Mund. Verfassungswidrig wird 2G beschlossen und bereitwillig von vielen "Mitlaufenden" umgesetzt.

  • Impfrisiken und Impfnebenwirkungen werden verschwiegen oder klein geredet.

  • Ungeimpfte werden diskreditiert, an den Pranger gestellt ("Pandemie der Ungeimpften").

  • Impfdurchbrüche gibt es kaum. Die Gefahr geht ausschließlich von den Ungeimpften aus.

  • Geimpfte sind geschützt, nicht ansteckend, Test nicht erforderlich (nein, doch, oh).

  • Todesfälle (Suche nach Begriffen wie "plötzlich und unerwartet") sind Einzelfälle.

Natürlich steigen zurzeit die Infektionszahlen dramatisch an. Ein täglicher Anstieg von 50.000 und mehr Neuinfektionen wird eine Zeit lang eher die Regel als die Ausnahme sein.


Einer der Gründe hierfür ist, und das war vorhersehbar, dass die kostenlosen Tests abgeschafft wurden und sich darüber hinaus Geimpfte weder testen lassen mussten, noch dass diese Gruppe als die "Gefährder" gesehen wurde. Wenn man dann noch exzessive Partys und jetzt den Karneval ohne Abstandsregelungen erlaubt, sich 2G-Personen in der Sicherheit wiegen das ihnen ja nichts passieren könnte, und wenn diejenigen, welche Kindern eine Maskenpflicht auferlegen selber jedoch oft nur die Maske für die Medien tragen, dann kann das alles nicht funktionieren.


Die Inkompetenz von Politik und Behörden wird wöchentlich erneuert, wenn das RKI über das Wochenende hinweg wieder nicht die vollständigen Zahlen der Gesundheitsämter gemeldet bekommt, da vielerorts von Freitagnachmittag bis Montagmorgen "die Stifte liegenbleiben".


Wenn sich eine Lage so dramatisch zuspitzt, dann sollte man doch davon ausgehen, dass die Verantwortlichen alles nur Erdenkliche tun würden, um die Menschen zu schützen und für die zu erwartende Entwicklung Vorsorge tragen. Da momentan suggeriert wird, dass durch die Überbelastung vieler Intensivstationen schon jetzt Patienten über viele Kilometer hinweg verlegt werden müssen, und unausgesprochen die Befürchtung einer Triage in den Aussagen mitschwingt, dürfte überhaupt nicht die Frage aufkommen, ob sich die Anzahl der Intensivplätze mindestens auf dem Höchststand des Vorjahres befindet. Dies sollte als gegeben vorausgesetzt werden, jedoch weit gefehlt.


Laut den aktuellen Zahlen des DIVI Intensivregisters vom 12.11.2021 sieht es wie folgt aus. Im direkten Vergleich zwischen dem 11.11.2020 und dem 11.11.2021 wurden insgesamt 5.698 Intensivbetten abgebaut.



Eine entsprechende Grafik des DIVI Intensivregisters kann aus urheberrechtlichen Gründen nicht eingefügt werden, ist jedoch hier, unter der Überschrift "Gesamtzahl gemeldeter Intensivbetten (Betreibbare Betten und Notfallreserve), einsehbar: DIVI Intensivregister Zeitreihen.


Die Bezeichnung "Bettenabbau" bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Intensivbetten tatsächlich auch physisch entfernt wurden. In der Regel wird es an dem nicht vorhandenen Personal zum Betrieb der Betten mangeln, weshalb auch vorhandene Betten ausgelistet worden sind.


Das nicht genügend Ärzte und Pflegepersonal zur Verfügung stehen und viele von denen, welche im täglichen Einsatz am Menschen sind mittlerweile nur noch eingeschränkt arbeiten können, da sie völlig überbelastet und ausgelaugt sind, mag sicherlich ein Grund sein. Aber warum hat man die letzten Monate, entgegen den Anforderungen von wirklichen Experten, nicht entsprechend Personal aufgebaut? Natürlich geht dies nicht von heute auf morgen, aber dennoch hätte man hier Mittel und vor allem unkonventionelle Wege finden können.


In der Schweiz sind vergleichbare Probleme feststellbar. Von ursprünglich 1.500 Spitalbetten im Frühjahr 2020 waren es zum späteren Zeitpunkt nur noch maximal 1.100.


Leider zeigt sich erneut, dass es der deutschen "Führungskultur" an Fachkräften und Experten mangelt, dass es weder damit getan ist, einen gelernten Bankkaufmann zum Gesundheitsminister hochzustilisieren und mit Beratern zusammen zu arbeiten, welche finanziell abhängig sind und demzufolge genau das erzählen, was gerne gehört wird, während unabhängige Meinungen unberücksichtigt bleiben oder sogar bewusst ignoriert werden.


Datenquelle1: DIVI Intensivregister vom 12.11.2021

Datenquelle2: nzz.ch/Streit um Spitalbetten

Bildnachweis: Pixabay.com/1662222

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